Herrliches prämiertes Landgut - Agriturismo- mit Pool am Meer
Azienda Zio Cristoforo
LANDGUT MIT CHARME: Komfortables, sehr gemütliches und gepflegtes Landgut mit Pool (in Form einer Acht mit zusätzlichem Kinderbereich und Whirlpool ab Ende 2003)in hervorragender Lage, nur ca. 1 km zum Meer und dennoch ruhig mit wunderschönem Meerblick. Herrlich romantische Terrassen. Liebenswerte Betreuung, phantastische italienische Küche. Kochkurse (Termine 2003 bitte erfragen bzw. anmelden!), 3 eigene Pferde. Physiotherapie auf Anfrage. 2 Häuser mit 12 Zimmern für 1 - 4 Personen. Verbraucherschutzprämiert! Hunde erlaubt. NEU: ein kleines Ferienhäuschen aus Naturstein mit 1 Schlafzimmer, Küche, Duschbad, Klimaanlage bzw. Zentralheizung!!!
Im Gegensatz zu der Mehrzahl cilentanischer Landgüter, die einsam in der Natur angesiedelt sind und somit nur für den motorisierten Gast (oder Mountainbiker) attraktiv sind, erweist sich die Azienda Zio Cristoforo auch für den Bahnreisenden, normalen Fahrradfahrer oder Wanderer als ideale Gelegenheit zu einem komfortablen und landestypischen Aufenthalt auf einem „echt süditalienischen Landgut" mit phantastischem Meerblick, überaus freundlichen und kinderlieben Besitzern, Reitpferden und einer Ruhe, die, nur 1 km vom feinsandigen, freien Strand im Golf von Velia entfernt, überrascht.
Die Vorstellung vieler Urlauber - soweit eine solche bereits gebildet ist -, denken sie an Ferien auf einem süditalienischen Landgut, orientiert sich an der Idee eines Bauernhofes mit landestypischer Beköstigung in unberührter Natur, ruhig gelegen und am besten mit Tieren oder zumindest Landwirtschaft.
Im groben Sinne kann eine Azienda Agriturismo -so auch die Azienda Zio Cristoforo- in dieser Weise beschrieben werden. Im Speziellen jedoch bildet eine Azienda etwas ganz Besonderes und unverwechselbares dadurch, dass sie auf unnachahmliche Weise den Gast mit einer Struktur des süditalienischen Lebens verbindet, die es ihm leicht macht, Einblicke in eine Kultur (oder das wahre Italien) zu gewinnen, die ihm auf andere Art doch mehr oder minder verschlossen bliebe. So auch auf der Azienda Zio Cristoforo:
In jeder Hinsicht familienfreundlich, aber auch für Paare oder Einzelurlauber eine sinnvolle Alternative zum Hotel oder der herkömmlichen Pension bildend, ist sie familiär gehalten und die genossenen Produkte sind hausgemacht und entstammen ausschließlich dem eigenen Land (ob Fleisch, Obst, Gemüse, Wein, Brot, Käse, Wurst, Schinken oder Pasta)- kurzum: sie sind gesund (keine chemischen Gifte), schmackhaft, bekömmlich (mediterrane Diät!- selbst für Diabetiker empfohlen und auch Vegetarier -bitte anmelden- werden keinesfalls einen Mangel erleiden) und äußerst gehaltvoll. Im Gegensatz zum Hotel kann man an der Herstellung des Endprodukts -in dem Fall der Speisen- partizipieren,- ob in einem Kochkurs oder durch Anschauung. Ebenso erwünscht ist es, an der Ernte, so z. B. der der Oliven teilzunehmen. Die Besitzer trifft man nicht anonym hinter einer Rezeption, sondern findet sie im Stall, auf dem Feld, im Hain oder der Küche hinter den Kochtöpfen hantierend. Und da Angelo ausgebildeter Physiotherapeut ist, spricht auch nichts gegen eine Massage der verkrampften Glieder unter Olivenbäumen.
Nicht zu vergessen und an dieser Stelle besonders erwähnt seien Mutter und Großmutter von Stefano und Angelo,- wahre und reizend um die Gäste besorgte italienische Mamma und Nonna, immer beschäftigt, Pasta rollend, emsig schaffend und auch mal ein Extra an die Kinder austeilend.
Das Ambiente der Azienda ist wohl am trefflichsten mit dem Wort Romantik oder auch Geborgenheit zu umschreiben, einer Empfindung, der man sich gerade abends nur schwerlich entziehen kann, läßt man den Tag mit einem Glas Wein auf der wunderschön gestalteten Restaurantterrasse ausklingen und schweift der Blick über die Weite des Meeres, ausgedehnte Olivenhaine und die beleuchteten antiken Stätten von Velia mit Sarrazenturm .Aber nicht nur die überdachte Restaurantterrasse, umsäumt von Wein, Oliven, Rosen, Gummibäumen, Obstbäumen und einer Vielzahl blühender Blumen und Lorbeer, die punktförmig jede nur erdenkliche, freie Fläche bunt auszuleuchten scheinen, lädt zu einer geruhsamen Stunde ein, - auch die den Zimmern vorgelagerten, großen Terrassen bieten mit ihrem Panoramablick einen hervorragenden Ort zum Frühstück oder allgemeinen Aufenthalt im Freien. (Liegen, Sonnenschirme, Stühle und Tische sind natürlich vorhanden).
Ab November 2003 gehört noch ein Pool mit Erwachsenen- und Kinderbereich, sowie Whirlpool zur Ausstattung der Azienda.
Es herrscht kein Durchgangsverkehr, das Wohngelände ist umzäunt und z. T. mit Bougainville und Wein bewachsen und die Einfahrt führt direkt zu den Parkplätzen.
Die Entfernung zum Meer und dem 7 Kilometer langen Sandstrand (frei) im Golf von Velia ist optimal, denn in der Nebensaison ist der Weg nicht zu weit, um ihn zu Fuß zu bewältigen und im August (der Hauptsaison) ist sie weit genug, um die Alternative zu haben, dem Getriebe am Meer aus dem Weg zu gehen oder sich ins Getümmel zu stürzen. Somit nah des Ortes und dennoch ruhig in der Natur, ist auch eine sehr gute Infrastruktur gegeben. Banken, Tankstellen, Restaurants und Supermärkte sind ebenso leicht erreichbar wie die Strandpromenade von Marina di Casal Velino und der Fischer- und Ausflugshafen, in dem Schiffe bereit stehen, um mit den Gästen entlang der schönen Cilentoküste Bootstouren zu unternehmen
Wohnen auf der Azienda:
Die Azienda besteht aus zwei Häusern, dem Speisehaus mit gut abgesetzten 4 Zimmern (Kapazität 3-4 Personen, keine Störung), je 2 Zimmer in der Parterre und 2 Zimmer im ersten Stock. Alle Zimmer in diesem Haus verfügen über eine Terrasse mit Panoramablick. Die 2 Zimmer im Obergeschoß können 3 Personen beherbergen, die 2 Zimmer in der Parterre 4 Personen. Nur die beiden oberen Wohnungen verfügen über eine Zentralheizung. Die Zimmer sind mit 4 x 4 Metern zuzüglich dem Bad mit Duschkabine im ersten Stock und 4,10 x 7,50 Metern einschließlich dem Bad mit Duschkabine in der Parterre sehr großzügig gehalten. Weiterhin befindet sich im Speisehaus ein Gemeinschaftsraum.
Im zweiten Haus, ca. 200 Meter von der eigentlichen Azienda abgesetzt befinden sich 8 Zimmer (4 in der Parterre, 4 im ersten Stock), alle mit Zentralheizung. Sechs der Zimmer stehen 3 Personen und 2 der Zimmer 4 Personen zur Verfügung. Ein Zustellbett in den 3-Zimmerwohnungen ist prinzipiell möglich. Die Parterre des zweiten Hauses verfügt über eine überdachte Terrasse (Portico), zwei weitere Zimmer des 1. Stocks verfügen ebenfalls über Terrasse. Alle Zimmer in diesem Haus sind 4 x 4 Meter groß, einschließlich des Bades mit Duschkabine.
Der Einfachheit halber ein Plan der zwei Objekte:
Haus I (Azienda mit Restaurant):
Zimmer A : OG, Süd, 3 Pers., Terrasse, Panorama, Heizung
Zimmer B : OG, Nord, 3 Pers., Terrasse, Panorama, Heizung
Zimmer C : EG, Nord, 4 Pers., Terrasse, Panorama,
Zimmer D : EG, Süd, 4 Pers. , Terrasse, Panorama,
Haus II (Dependance, 200 Meter entfernt):
Zimmer 1: EG, 4 Pers., Terrasse, Panorama, Heizung
Zimmer 2: EG, 3 Pers., Terrasse, Heizung
Zimmer 3: EG, 3 Pers., Terrasse, Heizung
Zimmer 4: EG, 4 Pers., Terrasse, Panorama, Heizung
Zimmer 5: OG, 3 Pers. (+1), Terrasse, Heizung
Zimmer 6: OG, 3 Pers. (+1), Heizung
Zimmer 7: OG, 3 Pers. (+1), Panorama,Heizung
Zimmer 8: OG, 3 Pers. (+1), Terrasse,Panorama, Heizung
Die Restauranträumlichkeiten (wirklich schön und gemütlich eingerichtet) und die oben beschriebene wunderschöne Restaurantterrasse befinden sich in der Parterre. Kleine Stallungen mit Schweinen und Kühen, sowie Kleinvieh sind deutlich und überhaupt nicht störend vom Wohnbereich entfernt
Das Rustico/Casetta:
Ein eigenes Natursteinhaus mitten im Grünen Terrain eines Landgutes, nur wenige Autominuten vom Sandstrand entfernt und dazu noch der herzliche Service des Landguts Zio Cristoforo - Das rustikale Casolare Zio Cristoforo für bis zu drei Personen bietet in Marina di Casal Velino eine ideale Kombination.
Ruhe und Abgeschiedenheit, auf Wunsch kombiniert mit Frühstück und der hervorragenden Halbpension im Landgut Zio Cristoforo. Im Casolare können Sie in Ihren Urlaub ganz individuell und flexibel gestalten. Selber kochen in der komplett eingerichteten Wohnküche oder Schlemmen im Restaurant oder auf der Meerblick-Terrasse des Landguts. Neben der Wohnküche und einem Duschbad bietet das rund 40 qm große Casolare ein Doppelbett-Schlafzimmer.
Das Natursteinhaus ist sehr schön im cilentanischen Stil eingerichtet. Neben dem Garten steht den Gästen eine möblierte Terrasse und ein Parkplatz zur Verfügung. Zum kilometerlangen Sandstrand am Golfo di Velia sind es genauso nur rund fünf Autominuten wie zu den Geschäften und Lokalen der Marina di Casal Velino.
Die Mietpreise pro Woche/Person betragen:
ÜF HP
01. 11. - 15. 03. 2008 275,- Euro 375,- Euro
15. 03. - 24. 05. 2008 315,- Euro 435,- Euro
24. 05. - 21. 06. 2008 335,- Euro 440,- Euro
21. 06. - 12. 07. 2008 365,- Euro 520,- Euro
12. 07. - 06. 09. 2008 385,- Euro 530,- Euro
06. 09. - 27. 09. 2008 315,- Euro 435,- Euro
27. 09. - 25. 10. 2008 280,- Euro 380,- Euro
25. 10. - 14. 03. 2009 275,- Euro 375,- Euro
Kinder bis 3 J. gratis, bis 10 Jahre 20 % ermäßigt.
Zusatzbett 180,- im Juli/August, in den anderen Monaten 140,-
Einzelzimmerzuschlag + 30 %.
Preise pro Woche für die Casetta:
01. 11. - 15. 03. 08 560,-
15. 03. - 24. 05. 08 850,-
24. 05. - 28. 06. 08 680,-
28. 06. - 06. 09. 08 850,-
06. 09. - 22. 12. 07 680,-
22. 12. - 12. 01. 08 850,-
Endreinigung 51,-
Bettwäsche/Handtücher 8,- pP/Wechsel
Frühstück und Halbpension können im Häuschen vor Ort auch tageweise angemeldet werden.
Frühstück in den Zimmern obligatorisch, HP auch vor Ort tageweise möglich. Getränke separat bezahlen.
Ostern/Weihnachten und Neujahr wie Hauptsaison.
Reitpferd sehr günstig. (ca. 12,- € pro Stunde auf Koppel) - keine professionelle Reitschule.
Pool, Whirlpool gratis.
Bemerkungen:
Wechsel der Bettwäsche/Handtücher alle 3 bis 4 Tage, täglich werden die Zimmer gereinigt.
Persönliche Anmerkung: In den letzten 2 Jahren verweigerte ich mich gegen die Aufnahme neuer Landgüter in das Programm, da ich dachte, die bereits angebotenen Azienden deckten die verschiedenen Bedürfnisse komplett ab. Ich wurde in diesem Jahr eines besseren belehrt, denn (da ich nie einen Führerschein gemacht habe und keinen Fahrer hatte)ich selbst geriet in die missliche Lage, kurzfristig und dringend einen Aufenthalt zu benötigen, der im Mittelcilento und für meine Zwecke zentral liegt, hatte mir jedoch sozusagen meine eigenen Objekte vor der Nase weggebucht. Glücklicherweise sprangen Stefano, Angelo und ihre gesamte Familie mit ihrer Gastfreundschaft und überaus freundlichen Art in die Bresche und luden mich auf ihre wunderschöne Azienda ein, die mich vollständig begeisterte und überzeugte, so dass ich ihnen sehr zu Dank verpflichtet bin.
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Casal Velino
Der Ort ist in mehrere sogenannte Frazioni, verschiedene Ortsteile, unterteilt.
Il Paese, der Hauptort in Hügellage auf ca. 150m Höhe, liegt verschlafen und abseits des Geschehens und des Durchgangsverkehrs. Der historische Ortskern mit seinen verwinkelten Gassen findet seinen Ursprung vor ca. 2500 Jahren in drei Etappen einer urbanen Wanderung.
Ursprünglich bewohnten hellenistische Griechen das Gebiet der jetzigen antiken Stätten von Velia. Gezwungen durch eine Malariaepidemie im damaligen Sumpfgebiet zogen die Bewohner in die Berge und gründeten Novi Velia, das Neue Velia. Nachdem, bedingt durch natürliche Anschwemmung und folgende Trocknung, dieses Küstenland einige Jahrhunderte später wieder bewohnbar war und somit dem Handel offen stand, gründete sich Casal Velino als "Häuser von Velia".
"La Marina", die ehemalige Anlegestelle der Fischerboote am nördlichen Ende des Golfes von Velia, unter dem Sarazenenturm aus dem 12. Jh., entwickelte sich aus dem Bedürfnis des prosperierenden Bürgerturms, einerseits Sommerdomizile in direkter Nähe zum Meer und dem 7 Kilometer langen Sandstrand zu besitzen, andererseits aus den sich daraus ergebenden Notwendigkeiten einer Infrastruktur, um die profanen Voraussetzungen eines dörflichen Lebens zu schaffen. Dies schlug sich in dem Bau einer "Piazza" als zentraler Ort des gesellschaftlichen Lebens, später einer Strandpromenade mit Geschäften und Cafes nieder, sicherlich auch im Hinblick auf erste Grundlagen eines möglichen inneritalienischen Fremdenverkehrs. Diese `"Gründung der Marina di Casal Velino" vollzog sich in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts im Umkreis von Villen und Palazzi aus dem 19. Jahrhundert. Jeden Freitag findet der Wochenmarkt auf der großen Piazza unter reger Teilnahme der Bevölkerung statt.
Bei einem Besuch des Jacht- und Fischerhafens erlebt man abendliche, mediterrane Atmosphäre beim Beobachten der Fischer in ihren traditionellen Holzbooten und beim Flicken ihrer Netze.
Als die wohl kultur- und religionswissenschaftlich interessanteste Sehenswürdigkeit, auch als Pilgerstätte vom Vatikan ausgewiesen, in Marina di Casal Velino dürfte die Kappelle S. Matteo zu betrachten sein, in der die Reliquien des Apostels Matthäus aufbewahrt wurden, bis sie 954 in den Dom von Salerno überführt wurden.
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Geschichte
Kurzer historischer Abriss und Exkurs:
Ein historischer Abriss hat mit Salerno zu beginnen, obgleich ein geschichtlicher Überblick in der Antike eher bei Velia (dem heutigen Ascea bzw. Marina di Ascea ) beginnt. (Einmal abgesehen von Mythen, nach denen der Ort Palinuro seinen Namen vom Steuermann des Odysseus erhielt, der über Bord sprang, als er dem Gesang der Sirenen lauschte und dem Punta Licosa bei Ogliastro Marina, dessen Name einer der Sirenen und Schwester des Äneas entliehen ist, die dort begraben sein soll.)
Über Jahrhunderte war Salerno eine römische, byzantinische, normannische und angiovinische Stadt, - in der Folge wurde sie von der Familie Durazzo (Vizekönige der bourbonischen Dynastie) und den Savoyern (durch die republikanische Regierung abgelöst) regiert. Nach der "Befreiung" (Befreiung in Anführungsstrichen, da das Wort Schuldlosigkeit impliziert) Italiens im zweiten Weltkrieg wurde Salerno für eine kurze Zeit zur Hauptstadt Italiens erklärt.
Von Salerno aus führt die Schnellstrasse über Battipaglia zu den eigentlich geschichtsträchtigen Orten Paestum und danach dem Cilento mit Velia (bei Marina di Ascea), als dessen historisch-kulturellem Zentrum. Velia wartet mit dem einzigen erhaltenen Beispiel des griechischen Bogens in Grossgriechenland auf. Weitere Sehenswürdigkeiten des antiken Velia sind die Porta Rosa (die Bevölkerungsgruppen im antiken Elea trennte), das Amphitheater, die Via Sacra und, an der Stelle der antiken Akropolis der angiovinische Turm (Schloss der Familie San Severino) und die Schlosskapelle, sowie römische Mosaiken und Thermen. (San Severino als mittelalterliche Geisterstadt befindet sich dann ca. 30 km südlich oberhalb von Palinuro)
Paestum (griechisch Poseidonia) ist die grösste erhaltene (neben Agrigento auf Sizilien) Tempelanlage der Griechen (Magna Graecia) auf römischem Boden, mit dem wohl am besten erhaltenem Tempel in Süditalien, der Basilika, dem dorischen Neptuntempel. Weitere Zeitzeugen sind der Ceres- oder Vestatempel, das Forum und die Nekropolis.
Der Cilento beginnt im eigentlichen Sinne bei Agropoli im Norden und reicht vom Fluss Sele im Norden und dem Dianotal im Osten, dem Bussento im Süden bis zum Tyrrhenischen Meer im Westen. Diese Region ist der Geburtsort der Vorsokratiker Pamenides und Zenons und gilt als bevorzugter Aufenthaltsort von Cicero und Brutus. Philosophisch erwähnenswert ist noch der Philosoph Vico in späteren Zeiten, der ein bedeutendes geschichtsphilosophisches Werk hinterliess.
Entlang der Cilentoküste ziehen sich eine Reihe von Befestigungsanlagen, die - anfangs häufig unzulänglich gegen den arabischen Ansturm - durch den Vizekönig Don Pedro de Toledo im 16. Jahrhundert systematisch und zielbewusst errichtet wurden. Er beauftragte eine Reihe von Burgen, die strandnah, auf Felsspitzen oder an Flussmündungen erbaut wurden, die untereinander mit Frühwarnsystemen ausgestattet wurden. Ausgebaut wurde dieses System durch Don Parafan de Ibera, so dass bis zum Beginn des 18. Jh. 57 Burgen die Küste des Cilento besiedelten.
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Natur
Flora
Der Park beherbegt circa 1800 verschiedene Arten von Ur-Pflanzen, von denen ein grosser Teil wegen ihrer Endemik oder ihrer Rarität von aussergewöhnlicher Bedeutung sind.
Die am meisten bekannte hiervon ist die Primel von Palinuro (Primula Palinuri) die, aufgrund ihrer extrem lokalen Verbreitung im Park, das Wappen des Parkes schmückt.
Entlang der Straende findet man noch die seltene Marinelilie (Pancratium maritimum), auf den Felshängen leben die Felsennelke (Dianthus rupicola), die Centaurea (Centaurea cineraria), und die neapolitanische Glockenblume (Campanula fragilis).
Die trockeneren Gegenden sind das Reich der Macchia mediterrania, angereichert in seiner Farbenpracht durch den Ginster des Cilento (Genista cilentina), durch das leuchtende Grün des Johannisbrotbaumes (Ceratona siliqua) und das Rot des Ginever (juniperus phoenicea).
In den Bergregionen dominieren Wälder in denen Eichen , Ahorn, Linden, Ulmen, Eschen, Kastanien und majestaetische Buchen wachsen, während die Gipfel der Monte Alburni der extrem seltene Crespino dell Etna (Berberis aetnensis).
Fauna
Die Fauna des Parks ist aufgrund der Vielfältigkeit seines Territoriums sehr reichhaltig. Auf den felsigen Gipfeln der Monte Alburni sieht man eine Vielzahl von Raubvögeln, wie den Königsadler (Aquila chrysaetos), den Wanderfalken (Falco peregrinus), den Kaiserraben (Corvo imperiale) und den Gracchio corallino (Pyrrhocorax pyrrhocorax). Dort leben sie gemeinsam mit ihrer Beute, den Hasen (Lepus europeus) und der Coturnice (Alectoris graeca).
Auf den Weiden leben der Fuchs (Vulpes vulpes) und der Marder (Martes martes), in den Buchenwäldern der Schwarzspecht (Drycopux martius), der Mauerspecht (Sitta europaea) und der Astore (Acipiter gentilis), ein Raubvogel in schwindendem Bestand. Auf den Bäumen leben der Siebenschläfer (myoxus glis) und der Quercino (Eliomys quercinus), in der Nähe der Quellen leben der seltene Brillensalamander (Salamandrina tergiditata) und die Wasseramsel (Cinclus cinclus), in den Brunnen die Frösche (rana italica und rana dalmatina) sowie Kröten.
Unter den zahlreichen Reptilien leben die Feldeidechse, die Smaragdeidechse und seltener die Viper.
Die wohl wichtigsten Praesenzen im Park sind der Biber (Luntra luntra) in den Schluchten des Flusses Calore mit der zahlreichsten Kolonie Italiens, sowie der Grauwolf (Canis lupis) desen Anzahl sich langsam vermehrt.
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Kultur
Seit der Prähistorie bewohnte der Mensch die zahlreichen karstigen Grotten im Cilento. Die ältesten Zeichen der Bewohnung stammen aus dem Paleolithicum medium, dem Neolithicum und aus der Metallzeit. In den Grotten an der Küste zwischen Palinuro und Scario, und in den Grotten der Bergmassive von Castelcività und Pertosa im Landesinnern fand man Werkzeuge aus prähistorischer Zeit.
Die ersten Griechen liessen sich um 1700 v.Chr. hier nieder und gründeten die Magna Graecia mit ihren Kolonialstädten, hierunter das berühmte Poseidonia das später von den Römern in Paestum umbenannt wurde.
Auf dem Gelände der archäologischen Ausgrabungen von Paestum findet man noch heute intakte Zeugnisse dieser Zeit vor. Der Poseidontempel von Paestum, erstellt um 450 v. Chr., wurde im gleichen Stile des Partenope in Athen gebaut, der seine dorische Säulenordnung mit dem Poseidon Tempel gemein hat.
Es befinden sich weitere Tempel auf dem Ausgrabungsgelände von Paestum, der Tempel Cerere oder auch Athene, sowie der Tempel der Hera. Diese befinden sich in der Nähe des Amphitheater das bis zu 2000 Personen fasste, dem Gymnasium, dem Forum und der Palestra in der Sportveranstaltungen stattfanden. Immer noch sind Archaeologen bei der Arbeit um die zahlreichen, von Erde bedeckten, Strukturen freizulegen.
Über das Meer gelangten die Focei, ein Volk aus dem vorderen Asien, an die Küste des Cilento. Hier gründeten sie die Stadt Elea, dem späteren Velia, wo der Philosoph Parmenide die Scuola filosofica Eleatica, die Philosophenschule von Elea errichtete.
Nach dem Verfall des westlichen römischen Reiches um 600 n.Chr. begann auch fuer das Cilento die Zeit der barbarischen Herrschaft, den Schlachtzügen der Sarazenen. Aber auch das Mönchstum der Basilianer hielt Einzug ins Cilento. Von diesen Ereignissen zeugen noch die Abteien und Kloster, sowie auch das Festungssystem entlang der Küsten das zur Abwehr von Angreifern diente, die über den Seeweg ins Cilento einzudringen versuchten.
Eine Vielfalt von religiösen Stätten, darunter die bedeutende Certosa di Padula, aber auch die Kirchen und Basiliken die man in jedem Ort findet von, in deren Umfeld sich die antiken Gassen der Altstädte winden.
Eine besondere Aufmerksamkeit gilt der Basilica des Monte Sacro, auch Monte Gelbison oder Monte di Novi genannt, die sich in einer Höhe von über 1700m inmitten einer phantastischen Landschaft befindet und von seltener Imposanz ist. Das Leben der Menschen in der aktuellen Gemeinschaft des Cilento, in den Küsten- und Berggemeinden, ist sicherlich nicht weniger interessant als das ihrer zahlreichen Vorfahren. Folkloristische Feste, das Fest des heiligen Patron des Ortes und die Respektierung alter Traditionen haben Bestand im alltäglichen Leben. Von der Küche bis zu den Bräuchen, vom Handwerk zur Landwirtschaft, das einfache Leben hier ist rigoros. Die Cilentaner sind ein ehrliches und stolzes Volk antiker Wurzeln, das im Laufe der Geschichte im Einvernehmen mit der Natur lebte und noch heute ein lebendiges Zeugniss seiner Geschichte ist.
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